Es geht in erster Linie um die Funktion der Zunge

Im Säuglingsalter wird die Zunge zwischen die zahnlosen Kiefer nach vorne geschoben, um die Milch anzusaugen.

Das Schlucken wird ausgelöst durch ein sensorisches Wechselspiel zwischen Lippen und Zunge, wobei die Peristaltik schon im Mundvorhof beginnt.

Die Zunge liegt tief und zeigt eine Längsfurche.

Dieses primäre (infantile) nach vorne auf das Saugen an der Brust der Mutter ausgerichtete Funktionieren der Zunge wird umgestellt auf ein Bewegungsmuster, das mehr gegen den Gaumen gerichtet ist.

Dabei sind die Lippen locker geschlossen. Die Kaumuskeln schließen die Zahnreihen. Der Zungenmittelteil wird hoch an den harten Gaumen gesaugt und der hintere Teil der Zunge gegen den weichen Gaumen gedrückt, um den Nasenrachenraum abzuschließen. Damit wird der Schluckreflex ausgelöst. Der Kinnmuskel bleibt entspannt.

Schafft es die Zunge nicht, beim Beginn des Schluckaktes sich gegen den harten Gaumen zu saugen, müssen benachbarte Muskeln (Lippen, Wangen) zu Hilfe kommen,um das Schlucken zu ermöglichen.

Zuletzt aktualisiert am 08.04.2011 von Martin Mildner.

Zurück