Festsitzende Zahnspangen

Festsitzende Zahnspangen können vom Patienten selbst nicht abgenommen werden; sie bestehen aus Plättchen (Brackets aus Metall oder Keramik), die auf die Zähne geklebt werden, aus Bändern, die einen Zahn umfassen und aus Drähten.

Sie wirken mechanisch-aktiv wie eine gespannte Feder. Wichtig ist die Dosierung der Kräfte, um Schäden an Zähnen und Wurzeln zu vermeiden.

Die Kraftübertragung erfolgt vom Draht über das Bracket auf den Zahn. Je kleiner der Bracketschlitz, desto geringer dimensioniert der Draht und umso sanfter die Kräfte, bzw. je länger der Draht (Verlängerung des Drahtes durch Schlaufenbiegungen) umso geringer die Kraftabgabe. Durch den Druck auf den Zahn wird in bestimmten Bereichen Knochen abgebaut und und durch den Zug an anderen Stellen wieder aufgebaut. Auf diese Weise wird der Zahn im Knochen bewegt. Daher ist es natürlich, dass während einer kieferorthopädischen Behandlung die Zähne etwas locker sind. Nach erfolgter Zahnbewegung festigen sie sich wieder.

Jede festsitzende Zahnspange ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Draht oder Brackets können empfindliche Stellen an der Mundschleimhaut verursachen, die Empfindlichkeit der Zähne beim Beißen ist erhöht. Die meisten Patienten haben nach der Eingewöhnungsphase keine Probleme und empfinden die Zahnspange nicht mehr als fremd.

Gründliches und regelmäßiges Zähneputzen ist unerlässlich, da sich Beläge und Speisereste um die Brackets herum „ansammeln“ und dadurch die Kariesanfälligkeit erhöht ist. Weiters empfehlen wir, die Kontrolltermine einzuhalten, um eine Verzögerung der Behandlung zu vermeiden.


Zuletzt aktualisiert am 15.05.2011 von Martin Mildner.

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