MEAW Methode nach Prof. Sadao Sato

Bei Erwachsenen und besonders schwierigen Fällen verwenden wir die MEAW-Methode (multiloop edgewise archwire) nach Prof. Sadao Sato. Diese Methode ermöglicht uns, Platz im Kiefer zu schaffen und den Fehlbiss zu korrigieren ohne die Backenzähne zu ziehen.

Damit hat uns Prof. Sato ein äußerst wirksames Werkzeug in die Hand gegeben, das uns erlaubt, in allen drei Raumrichtungen zu arbeiten. Die Schlaufen haben außerdem noch die Eigenschaft, die doch erheblichen Kräfte zu minimieren und den Draht elastischer zu gestalten.

Die Mitarbeit der Patienten ist hier absolut notwendig, damit die „Maschine“ im Mund im Sinne der Behandlung wirkt. Dann allerdings erreicht man in wesentlich kürzerer Zeit das Behandlungsziel.

Durch das Arbeiten an bzw. der Beeinflussung der Neigung der Bissebene kommt es zu einer Neupositionierung des Unterkiefers. Dies erfordert eine ständige Beachtung der Bisshöhe und der Achsenneigung der Zähne. Nur der Multiloop-Draht ermöglicht uns die dreidimensionale Arbeitsweise, wobei die Zähne wie bei einer „Einzelradaufhängung“ gesteuert werden können, wodurch es zu einer Anpassung (Adaptation) des Unterkiefers an den Oberkiefer kommt. Dadurch können auch Kiefergelenksbeschwerden auf Grund einer Fehlbißlage behandelt bzw. vermieden werden.

Trotz Platzmangel im Bereich der Vorderzähne werden die Backenzähne nicht entfernt, da die ersten Backenzähne (Vierer) wichtig sind für die Steuerung des Unterkiefers beim Kauen. Der Platzmangel wird durch das Aufrichten der hinteren Zähne nach hinten und durch das Aufdehnen der Zahnbögen zur Seite aufgelöst. Das unerwünschte Vorkippen der Schneidezähne bleibt dadurch aus.

Zuletzt aktualisiert am 15.05.2011 von Martin Mildner.

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